Der große Testbericht Kindle Voyage

Der Kindle Voyage ist ohne Zweifel ein eBook Reader, der neue Maßstäbe setzt. Dieses Gefühl hat man eigentlich sofort, wenn man ihn in der Hand hält. Seine Markteinführung war zwar bekanntermaßen nicht frei von Problemen, allerdings sind praktisch alle Bewertungen durch Käufer der letzten Wochen nunmehr positiv, wodurch man davon ausgehen kann, dass man in der Regel den Kindle Voyage bekommt, denn wir in diesem Testbericht vorstellen und den wir im Test erlebt haben.

Kindle Voyage – der erste Blick

Kindle Voyage - der Inhalt

Der Kindle Voyage kommt in einer kleinen netten Box mit Kurzanleitung und einem USB-Kabel. Ein Ladegerät für die Steckdose muss wie bei praktisch allen eBook Readern separat bestellt werden, immerhin ermöglicht das USB-Kabel aber ein Aufladen am PC.

Bei einem Preis von 189 Euro ist man natürlich aufgeregt, was man hier bekommt. Schon der erste schnelle Blick zeigt, dass sich der Kindle Voyage deutlich vom Kindle Paperwhite unterscheidet und dies nicht nur, wenn es um technische Daten wie der Display Auflösung geht. Denn der Kindle Voyage präsentiert sich in einem völlig neuen Design, was wie das nun auch deutlich leichtere Gewicht von nur noch 180 Gramm, dazu beiträgt, dass der Kindle Voyage sehr gut in der Hand liegt (was für den Paperwhite nur bedingt gilt). In Kombination mit den neuen sensorischen Blättertasten links und rechts kann man ihn auch sehr bequem mit nur einer Hand lesen. Die Formung des Voyage hinten, ist auf der einen Seite sicherlich Design, trägt aber auch dazu bei, dass man einen sehr guten Kontakt zum Kindle Voyage hat, insbesondere, wenn man ihn mit nur einer Hand halten und lesen möchte. Der Handlichkeit entgegen kommt auch die (gegenüber dem Paperwhite) deutlich kompaktere und dünnere (7.6mm) Bauweise.

Kindle Voyage im Origami Hülle Standmodus

Kindle Voyage mit Origami Hülle – Standmodus

Auffällig natürlich die plane Oberfläche mit einem Glas-Display wie bei einem Tablet. Man profitiert dabei nicht nur von einem schicken Design, sondern auch von einer angenehmeren Touch-Bedienung, im Unterschied zum versenkten Kunststoffdisplay beim Paperwhite fühlt es sich nicht nur besser an, sondern man stößt auch auf keine Hindernisse mehr beim Streichen über das sehr gut reagierende Display.

Der Kindle Voyage präsentiert sich so sofort als optisch ansprechender eBook Reader, welcher gut in der Hand liegt, natürlich auch sehr sauber verarbeitet. Ein sehr edler eBook Reader, denn man auf Anhieb mag. Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig mag es sein, dass der Einschaltknopf nun hinten rechts sich befindet, aber man gewöhnt sich daran. Das Herz des Käufers hat der Kindle Voyage sicher sehr schnell gewonnen.

Das Kindle Voyage Display

Kindle Voyage mit eBook Leseansicht1440x1080px, 300 dpi (zum Vergleich Kindle Paperwhite: 1.024×758 px, 212 ppi) sind die „nüchternen“ Zahlen, der Blick auf das Display das Wow – Erlebnis. Die Beleuchtung des Kindle Voyage ist extrem ausgeglichen, es gibt praktisch keine erkennbaren Lichtquellen mit vielleicht das Auge etwas irritierenden Lichthöfen zu erkennen. Auch die bei vielen Readern anzutreffende leichte Schattenbildung am Display Rand findet sich beim Voyage praktisch überhaupt nicht. Die Beleuchtung kann dabei stufenlos geregelt werden. Es gibt auch eine automatische Regulierung, bei der der Voyage die Beleuchtung auf Basis des Umgebungslichts selbst reguliert, macht er auch ganz gut, muss man aber nicht zwingend nutzen.

Die Auflösung ist gestochen scharf, die Buchstaben tiefschwarz, in Kombination mit der guten Beleuchtung ergibt sich ein optimaler Kontrast. Es ist durchaus berechtigt zu sagen, dass der Voyage hier aktuell Maßstäbe setzt. Wo der Kindle Paperwhite sehr gut war mit kleinen Schwächen, ist der Voyage jetzt einfach Sehr gut mit Sternchen. Die präzisen, feinen Buchstaben sind einfach ein Genuss und die Auflösung kommt dann natürlich besonders zum Tragen, wenn man sehr kleine Schriftarten wählt. Die Schriftarten bei den Kindle Readern sind ohnehin erste Sahne, dazu jetzt das praktisch perfekte Display und die ausgewogene Ausleuchtung, besser geht eigentlich nicht.

…. neu: die sensorischen Blättertasten

Kinlde Vyoage Pagepress Funktion einstellen

Kindle Voyage – Anpassen der sensorischen Blättertasten auf eigene Vorlieben

Neu beim Kindle Voyage sind ja die sensorischen Blättertasten links und rechts, die sich unter Einstellungen – Leseoptionen -PagePress Funktion nach Wunsch konfigurieren lassen. Bei Bedarf kann man die PagePress Blättertasten auch komplett ausschalten. Einstellen lässt sich auch die Sensitivität der Rückmeldung beim Betätigen der „Tasten“, was man als mehr oder weniger leichtes Vibrieren spürt und man kann einstellen, wie viel Druck notwendig ist, um diese auszulösen. Der beste Weg ist hier einfach verschiedene Einstellungen auszuprobieren, bis man die für sich optimale Einstellung gefunden hat.

Hat man sich an die Tasten gewöhnt, so möchte man sie eigentlich nicht mehr missen, zumal sie das Lesen mit einer Hand deutlich erleichtern. Die Tasten sind eigentlich keine Tasten in dem Sinne, sondern direkt im Gerät verbaute Drucksensoren, was optisch elegant ist, aber auch angenehm zu fühlen.

Display, Haptik und auch die sensorischen Blättertasten können nach unserer Meinung absolut überzeugen. In Kombination mit dem netten, aber auch sehr handlichen Äußeren hat man hier einen eBook Reader, mit dem Lesen absolut Freude macht und auch die Augen genießen mit.

Performance / Speicher beim Kindle Voyage

Der Kindle Voyage reagiert eigentlich jederzeit flüssig, egal ob man im Buch blättert, Menüfunktionen aufruft oder auch etwas anspruchsvollere Funktionen nutzt, wofür ein 1 GHz Prozessor und 512 MByte Arbeitsspeicher sorgen. Hier wird man kaum Ansatzpunkte für Kritik finden. Als Speicher stehen dem Anwender 4 GByte zur Verfügung, zusätzlich erhält man eine unbegrenzte Speichermenge in der Amazon Cloud. Ein MicroSD Port fehlt, sodass keine MicroSD Karten verwendet werden können. Man kann aber eBooks jederzeit via USB-Verbindung zwecks Datensicherung auch auf den eigenen PC überspielen.

Da man eBooks sowohl in der Cloud als auch auf dem Gerät speichern kann, dürften Speicherengpässe keine große Rolle spielen, auch wenn man für die Cloud natürlich immer Zugriff auf das Internet benötigt. Wer häufig unterwegs ist, für den gibt es hier auch eine etwas teurere 3G Variante, die den Vorteil hat, dass keine Nutzungsgebühren für den Internetzugriff mit dem Voyage anfallen, natürlich beschränkt auf die eBook Reader Funktionen.

Die Geschwindigkeit ist sehr gut und rundet den sehr guten Eindruck der Hardware ab.

Software des Kindle Voyage

Die Software des Kindle Voyage komplett zu beschreiben, würden den Rahmen dieses Testberichtes komplett sprengen. Daher beschränken wir uns hier auf wichtige Funktionen und den Gesamteindruck hinsichtlich Nutzbarkeit.

Der Nutzer spürt schon nach dem Einschalten, dass Amazon einige Jahre Erfahrung im Bereich eBook Reader hat, denn die Software zeigt sich sehr ausgereift und weitestgehend durchdacht.

Kindle VoyageDie Startseite präsentiert zuletzt gelesene eBooks und einige Sammlungen (bei Ansicht alle Inhalte) oder nur eBooks (bei Ansicht Bücher) oder nur Sammlungen bei entsprechender Ansicht. Bei den anzuzeigenden Inhalten kann man zwischen Gerät / Cloud wählen bzw. schnell umschalten. Inhalte lassen sich sortieren und wahlweise als Liste / Coveransicht anzeigen. Die Bedienung ist hier sehr intuitiv.

Bei vorhandener WLAN Verbindung werden zuletzt gekaufte eBooks synchronisiert, aber zunächst nur in der Cloudansicht gezeigt. Durch Anklicken kann man diese aber jederzeit auch tatsächlich auf das Gerät selbst herunterladen. In der Cloud-Ansicht kann der Benutzer an einem Häkchen erkennen, ob das jeweilige eBook sich auch bereits auf dem Kindle Voyage befindet. Zum Lesen eines eBooks, welches bereits auf dem Gerät ist, benötigt man kein WLAN und dieses sollte dann auch besser deaktiviert sein, um den Akku zu schonen. Über Einstellungen – Einstellungen – Flugmodus lässt sich das WLAN jederzeit aktivieren / deaktivieren. Etwas direkter auf der Startseite wäre natürlich hilfreich.

Amazon überlässt es dem Nutzer zu entscheiden, ob er Empfehlungen von Amazon auf der Startseite angezeigt bekommt oder nicht, auch nicht selbstverständlich.

Der Kindle Voyage unterstützt Sammlungen, sodass man seine eBook Bestände auch kategorisieren kann. Mit der neuesten Kindle Software Version werden nunmehr auch Sammlungen Geräte – übergreifend synchronisiert, was aber nicht für die jeweils zugeordneten eBooks auf dem Gerät zutrifft. Diese erscheinen erst, wenn man sie aus der Cloud herunterlädt.

Praktisch von überall aus kann man die Beleuchtung regulieren, was sehr praktisch ist. Ebenso gibt es immer ein Kontextmenü, dessen angezeigte Optionen unterscheiden sich aber, je nachdem, ob man z.B. gerade eine eBook liest oder sich auf der Startseite befindet.

Lesen von eBooks

Der Kindle Voyage liest Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP nach Konvertierung. Wichtige Erkenntnis: er liest keine epub Dateien, sofern ein eBook im epub Format vorliegt und nicht kopiergeschützt ist, kann man dieses aber mit Programmen wie Calibre ins mobi Format umwandeln und dann auch mit dem Kindle lesen.

Umgeblättert wird beim Kindle Voyage durch Wischen, Antippen der Randbereiche auf dem Display oder mit den sensorischen Tasten. Zugriff auf das eBook Menü erhält man durch Antippen im definierten Seitenbereich oben.

… eBook Formatierungen

Kindle Voyage - Auswahl der Schriftart und SchriftgrößßeAm wichtigsten natürlich die Auswahl der Schrift mit 6 Schriftarten und diese in jeweils 8 Schriftgrößen. Dazu lassen sich Zeilenabstand und die Seitenränder einstellen. Überschaubar, aber ausreichend. Leider fehlt aber eine Option Silbentrennung an / aus.

…. X-Ray, Wörterbuch, Übersetzen und mehr

Interessant sicher die X-Ray Funktion (nicht für alle eBooks verfügbar), mit der man sich z.B. Textpassagen im Buch anzeigen lassen kann, in denen interessante Themen im Buch angezeigt werden, wie z.B. eine Figur, zu der man dann auch eine Biografie etwa abrufen kann. X-Ray muss man nicht nutzen, macht aber Spaß, da es nette Zusatzinfos liefern kann und dem Entdeckerdrang fördert.

Kindle Voyage WörterbuchGelungen das Wörterbuch, schon alleine, da beim Kindle Voyage mit dem Duden (für Deutsch) ein sehr professionelles Wörterbuch zum Einsatz kommt, zudem lassen sich auch in Wikipedia Wörter nachschlagen. Nachgeschlagene Wörter werden in einem Vokabeltrainer abgelegt, denn man nutzen kann, um z.B. Sprachen zu lernen oder auch bestimmte Begriffe. Mit Hilfe von Karteikarten kann man sich auch selber dann abfragen.

Ebenso hervorragend sind die Übersetzungsfunktionen. Genauso wie beim Wörterbuch oder bei X-Ray erscheinen allen Infos auch hier immer in einem Fenster, ohne dass man den Blick auf die offene Seite verliert. Der Kindle Voyage (wie auch der Paperwhite) bieten hier eine Funktionalität, die weit über dem hinausgehen, was ein normales Buch liefert (und auch die meisten anderen eBook Reader). Trotz der Vielfalt (wir haben jetzt nur ein wenig an der Oberfläche gekratzt), die man erahnen kann, ist alles eigentlich immer sehr leicht und intuitiv benutzbar und erschließt sich einem sehr schnell, sodass ein Griff zum Handbuch eher selten notwendig ist.

… PageFlip, Word Wise, Freetime – große Funktionsvielfalt

Eine Besonderheit ist auch die PageFlip Funktion: diese erreicht man durch leichtes Wischen vom unteren Seitenrand. Mit Pageflip kann man durch ein Buch blättern, ohne
dass die aktuelle Seite geschlossen wird. Praktisch, um mal schnell etwas im aktuellen Buch nachzuschlagen, ohne die aktuelle Seite zu verlieren. Auch dies also in einem Fenster, wie man dies von Windows kennt, und übrigens auch sehr schnell.

Kindle Voyage - PageFlip Funktion

PageFlip Funktion beim Kindle Voyage

Neu ist die Funktion Word Wise, welche nützlich beim Lesen englischsprachiger eBooks ist. Word Wise liefert kurze Definitionen, welche automatisch über komplizierten Wörtern erscheinen, ohne dass man das Wörterbuch bemühen muss.

Natürlich kann man mit dem Voyage auch Notizen anlegen (und auch via Twitter/ Facebook posten) oder auch Lesemarker und Markierungen setzen.

Mit Whispersync- wiederum speichert und synchronisiert man die letzte bereits gelesene Seite sowie Lesezeichen und Anmerkungen Geräte – übergreifend (lässt sich auch deaktivieren).

Eigentlich fällt uns auf Anhieb keine Funktion auf, die man sich noch ausdenken könnte und die noch nicht beim Kindle Voyage vorhanden wäre. Die Funktionen sind sehr umfangreich mit vielen Möglichkeiten, auch ideal um fremdsprachige eBooks zu lesen, für Lernzwecke, aber eben immer auch einfach ausreichend zum bequemen lesen eines guten Buches.

Manche Optionen lassen sich natürlich auch deaktivieren, wenn vom Benutzer als störend empfunden bzw. nicht benötigt. Das Einstellungsmenü des Voyage bietet genügend Optionen, um den Reader auf den Nutzer anzupassen.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle sicherlich noch Kindle Freetime, diese Funktion ermöglicht es Eltern festzulegen, auf welche Inhalte Kinder Zugriff haben, ebenso können Lesefortschritte erfasst und belohnt werden, wofür es Abzeichen gibt, und man kann festhalten, wie viel gelesen wurde. Letzteres kann man sicherlich auch kritisch sehen, ob dies nicht zu viel Kontrolle beinhaltet oder Druck auslöst statt Freude am Lesen. Man muss es ja nicht nutzen.

Neu: Familienbibliothek – Konten verknüpfen, eBooks teilen

Neu dabei ist auch die Familienbibliothek, mit der man zwei Amazon Konten verknüpfen kann. Damit lässt sich nunmehr ein eBook zwischen Partnern teilen, einmal kaufen, beide können es auf ihrem Kindle lesen. Noch nicht perfekt, aber ein Anfang, denn natürlich sollte man auch eBooks innerhalb eines privaten Bereiches, wie früher bei einem gebundenen Buch selbstverständlich, auch anderen zur Verfügung stellen können. Natürlich in Grenzen, aber doch gerne flexibler wie heute, aber dies ist bei allen Readern ein Problem.

Fazit: die Software des Kindle Voyage

Die Software des Kindle Voyage ist sehr umfangreich, trotzdem aber überwiegend intuitiv zu benutzen, sie ist zudem schnell und recht stabil.

Manches wird man vielleicht gar nicht brauchen, aber gut, wenn es da ist. Schwächen hat der Kindle sicherlich nur bei der PDF Anzeige (PDF Reflow z.B. fehlt), aber ansonsten wäre jedes Meckern ein Meckern auf hohem Niveau. Der Kindle Voyage fügt dem reinen Lesen viel Interaktivität hinzu und eignet sich auch durchaus für Lernzwecke. Dazu hervorragende, professionelle Wörterbücher, was will man mehr?

Natürlich hat alles seinen Preis, denn so viel Interaktivität, Synchronisieren von Sammlungen, Lesefortschritten und mehr und das alles in der Cloud hinterlässt seine Spuren. Aber man hat es natürlich in gewissem Maße selber in der Hand, wie viel man davon tatsächlich nutzt, aber alles hat seinen Preis eben.

eBooks einkaufen auf dem Kindle Voyage

Kindle Shop auf dem Kindle VoyageEin Sonderlob verdient der Kindle Shop auf dem Voyage, der sehr gut zu bedienen ist. Durch die Extra Rubrik Kindle Unlimited kann man auch sehr schnell erkennen, welche eBooks ohne Extrakosten über die Kindle eBook Flatrate abrufbar sind, gleichzeitig profitieren Prime Anwender davon, denn diese können nun besser als früher erkennen, welches eBook (eins pro Monat) man kostenlos ausleihen kann. Gefallen kann auch die Kategorisierung, insbesondere wegen der möglichen Unterkategorien. Ruft man z.B. die Kategorie Fantasy & Science-Fiction auf, so kann man hier noch mal zwischen den Kategorien Fantasy, Science-Fiction und Spiele wählen, was der schnelleren Zielführung nützlich ist. Die eBook Beschreibungen sind ausführlich, Leseproben sind möglich und die Ansicht informiert auch ob ein eBook z.B. X-Ray oder Word Wise unterstützt. Im eBook Shop sind auch die beliebten Kindle-Deal der Woche direkt erreichbar. Ein sehr durchdachter Shop, bei dem man auch mal bequem direkt vom Kindle aus einkaufen kann. Schön wäre natürlich auch eine Sortiermöglichkeit nach Preis.

Fazit: Kindle Voyage – unser Urteil

Kindle Voyage

Der Kindle Voyage präsentiert sich als eigenständiger eBook Reader, der sich deutlich vom Kindle Paperwhite abhebt. Er ist optisch ansprechender, viel handlicher, hochwertig, durchdacht und bietet das aktuell mit Abstand beste Display im Bereich 6“ eBook Reader. Eine praktisch perfekte Beleuchtung und eine extrem scharfe Schrift führen zu einem Augenschmaus beim Lesen. Dazu eine sehr umfangreiche Software, die kaum Wünsche offen lässt, und sich sehr stabil zeigt. Die Software geht an vielen Stellen weit über das hinaus, was auch nur ansatzweise mit einem normalen Buch machbar wäre. Der Kindle Voyage ist zudem sehr schnell und verdient sich so in der Summe ein Sehr Gut mit Sternchen und setzt sich damit auch vor jede Konkurrenz, auch der hauseigenen.

Natürlich macht dies den Kindle Voyage aber nicht zwingend zum besten eBook Reader für jeden, denn er kostet mit seinen 189 Euro auch einiges mehr als andere Modelle.

Dass man sich eng an Amazons Ökosystem bindet (wenn auch nicht wirklich komplett) ist bekannt und muss jeder für sich selber abwägen. Wer damit kein Problem hat, wer das Budget hat und wer einfach gerne liest, der kauft mit dem Kindle Voyage aber sicherlich das Optimum, was man an Lesevergnügen (von der Hardwareseite) für sich herausholen kann.

Ob man das Geld ausgeben möchte, muss jeder Nutzer wie immer für sich entscheiden, aber wenn, dann kann man sich auf einen sehr guten eBook Reader freuen. Den Voyage in der Hand zu halten, mit ihm zu lesen, alle Funktionen zu entdecken ist einfach die pure Freude und da, wo der Paperwhite noch Mängel hat (Haptik, Ausleuchtung), da räumt der Voyage damit auf. Design, Haptik, Displayqualität und die Vielfalt der durchdachten Software ergeben hier eigentlich den perfekten Reader. Sofern Budget keine Rolle spielt und vor die Frage gestellt, ob Paperwhite oder Voyage, geht die Empfehlung klar an den Voyage, nicht nur wegen des Displays, sondern auch wegen des Gesamteindrucks und des deutlichen größeren Komforts beim in der Hand halten. Zudem macht er den doch wertigeren Eindruck.

Von uns bekommt der Kindle Voyage daher ein Sehr Gut mit Sternchen und würde sich in einer Rangfolge vor dem Tolino Vision 2 und dem Kindle Paperwhite positionieren, die beide allerdings halt auch deutlich günstiger sind.

>> Kindle Voyage auf Amazon

Hinweis: Das Kindle Voyage Testgerät wurde uns von Schwartz Public Relations zur Verfügung gestellt, wofür wir uns natürlich herzlich bedanken.

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