1 Jahr Tolino shine – ein Fazit

Tolino shine
Tolino shine – so fing alles an

Eigentlich sind es sogar schon fast 13 Monate seit der Tolino shine, für viele auch durchaus überraschend, das Licht der Welt erblickte. Große Anbieter aus dem Buchhandelsbereich und ein Telekommunikationsunternehmen schließen sich zusammen, um gemeinsam eine deutsche eBook Reader Plattform zu schaffen. Etwas mit dem man damals nicht rechnen konnte. Heute, mehr als 1 Jahr später, wissen wir, dass es sich gelohnt hat. Nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für alle begeisterten eBook Reader Fans.

Denn wer einen Tolino shine kauft, der kann nunmehr auch sehr komfortabel von anderen Tolino Partnern eBooks kaufen, ohne diese mühsam erst von PC zu überspielen oder via Adobe Digitale Edition freischalten zu müssen. Zwar geht dies (leider) nicht, wenn man seine eBooks mal bei Tolino Anbietern kauft, aber immerhin, eine Erleichterung ist es. Schöner wäre es natürlich, wenn man zusätzlich sich bei der Gelegenheit auch gleich frei vom unseligen DRM-Kopierschutz gemacht hätte, aber vielleicht klappt ja auch dies noch mal. Man gibt ja die Hoffnung nicht auf.

Tolino shine erobert erfolgreich Marktanteile

Gut 37% Marktanteil, so schätzt man, haben die Tolino Partner mittlerweile am eBook Markt in Deutschland, nur noch knapp hinter Amazon. Zwar gibt es keine nachprüfbaren genauen Verkaufszahlen, aber dass der Tolino auch in kommerzieller Hinsicht ein Erfolg ist, dies dürfte nicht zu bezweifeln sein. Gerade auch das Weihnachtsgeschäft hat die Verkaufszahlen noch einmal ordentlich in die Höhe getrieben. Ein Markterfolg ist etwas, was man sich als Anbieter erhofft, aber planen kann man es nicht, nur immer sein Bestes dafür tun, und offensichtlich hat man hier die Werbetrommel recht gut gerührt.

Der Markterfolg des Tolino shine ist aber nicht nur erfreulich für die Anbieter, sondern auch für uns Anwender. Denn ein lebendiger Markt fördert Innovation und sorgt auch für gute Preise und tolle Aktionen. Auch diese haben wir zahlreich erlebt. Wettbewerb schadet also nicht. Auch Amazon selbst und andere eBook Anbieter wurden sicherlich auch durch den Druck des Marktes hier und da zu Sonderaktionen bewegt. Vielleicht hätte es diese nicht gegeben, ohne den Tolino.

Der Tolino, zu Unrecht anfangs mitunter kritisiert

Als der Tolino auf den Markt kam, wurde er in manchen Blogs und auf manchen Webseiten in Kommentaren z.T. auch kritisch beurteilt. Manche mochten das Design nicht, was natürlich immer Geschmackssache ist. Verkannt wurde aber dabei mitunter der unglaubliche Halte – Komfort beim Lesen, der durch die Gestaltung des Tolinos ermöglicht wurde. Endlich mal ein Reader mit Platz für die eigenen Finger und nicht nur ein dürftiger Rahmen, wie man ihn so oft bei anderen Readern zuvor antraf.

Kritisiert wurde die Software, denn die war am Anfang sehr bescheiden. Die Anbieter des Tolino shine empfanden es offensichtlich wichtiger, das Gerät schneller auf den Markt zu bringen und Funktionen nachzureichen. Dafür erntete man so machen Kommentar, aber die Zeit hat ihnen Recht gegeben. Letztlich war die Entscheidung richtig. Die Hardware war gut und Software kann man immer nachreichen – besser wie umgekehrt. Aber da Meckern ein Volkssport ist, musste man halt damit leben, dass man kritisiert wurde. Ungeduld ist keine Tugend, aber oft anzutreffen, die ersten Updates brauchten ihre Zeit, was manchen Kommentar hervorbrachte. Ich denke, man hat aber auch hier richtig entschieden, denn die Stabilität des Tolino shines ist beeindruckend. Kaum Abstürze und ein sicherer Betrieb sind unsere Erfahrungen. Was heißt kaum Abstürze – auf meinem Tolino gab es nicht einen. Ok, hier und da, vergisst er mal die WLAN Zugangsparameter, aber oft kommt es nicht vor. Ganz selten hängt er mal nach Aufruf eines eBooks, vielleicht 3-4 Mal in einem Jahr. Alles Kleinigkeiten, verglichen mit der meist stabilen Funktionsweise.

Wer schon mal selber ernsthaft programmiert hat in seinem Leben, und der Autor gehört dazu, der weiß, dass Softwareentwicklung Zeit braucht. Auch was dem Anwender klein erscheinen mag, mag durchaus komplexe Seiteneffekte haben. Hier hat man richtig entschieden, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und dem Zeitgeist zu folgen und halb gare Produkte auszuliefern.

Stabile Software

Tolino Wörterbuch
Tolino mit neuen Funktionen wie Wörterbücher

Alles, was zum jeweiligen Zeitpunkt da war, hat immer sehr stabil bis zum heutigen Tag funktioniert und genau darauf kommt es an. Und mittlerweile wurden wir ja auch alle durch sehr viele neue Funktionen entschädigt, sodass die gute Hardware auch durch eine umfangreiche Software komplementiert wird, die zudem recht einfach zu bedienen ist. Nur eines kann der Tolino shine bis heute leider nicht so richtig gut: die PDF Anzeige. Das mag sicher individuell sein, ob nun ein Drama oder nicht. Persönlich lese ich dieses Format aber ohnehin lieber auf einem Tablet, mit Farbe und größerem Display. Aber ein kleiner Kritikpunkt ist es schon.

Als beeindruckend hat sich aber auch die Akkuleistung des Tolino erwiesen. Ich hatte selber nie einen eBook Reader, denn ich weniger aufladen musste.

Natürlich kann man immer etwas besser machen, aber in der Summe ist der Tolino shine gelungen und deswegen auch zu Recht erfolgreich. Der eBook Markt ist dank des Tolino shines auch für uns Anwender bunter und spannender geworden.

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