Buchrezension: Gestrandet in der Zeit von Bernard Mondae – gelungene Abenteuergeschichte

Gestrandet in der Zeit von Bernard MondaeGestrandet in der Zeit ist das Erstlingswerk von Bernard Mondae und gleich ein mehr als Gelungenes dazu. Hier schreibt jemand, der Talent hat und der seine Leser spannend und gut unterhält, für mich sogar eines der überraschendsten Bücher, welche ich dieses Jahr gelesen habe. Meine Erwartungen tendierten durchaus zunächst in Richtung skeptisch, insbesondere da das Thema Zeitreise eine gewisse Rolle spielt, was in manchen Büchern auch leider daneben geht, aber wie sich im Laufe des Buches herausstellt, geht der Autor mit dem Thema Zeitreise sehr behutsam um, tatsächlich ist es eigentlich auch nur die Basis für ein Buch, welches vor allem einfach ein tolles Abenteuerbuch ist und tolle Abenteuergeschichten sind in der Zeit liebeskranker Vampire ja leider eher selten geworden. Also gilt der Dank zunächst dem Autor dafür, dass er mir wunderbare Lesestunden gegeben hat.

Gestrandet in der Zeit: Die (abenteuerliche) Geschichte

Buchrezensionen sind immer ein wenig schwierig, da man ja nie zu viel erzählen möchte, gerade bei einem Buch, welches sich wirklich zu lesen lohnt, wie dies bei Gestrandet in der Zeit von Bernard Mondae der Fall ist. Kurz zusammengefasst geht es in diesem Buch um zwei verfeindete Gruppierungen, denen beiden das Reisen durch die Zeit möglich ist. Diese nutzen sie um Kinder aus der Vergangenheit in unsere Zeit zu holen, um diese auszubilden und zu absolut loyalen Kämpfern und Arbeitskräften zu formen. Loyal schon alleine deshalb, da diese in unserer Zeitlinie keinerlei Existenz und Papiere haben, womit diese ihrer jeweiligen Organisation praktisch verpflichtet und teilweise ausgeliefert sind. Und in dieses Szenario tritt unser Held, ein Ex-Soldat, der ein wenig seinen Stand im Leben verloren hat. Aus Geldnot verrichtet unser Ex-Soldat diverse Hilfsjobs für eine der beiden Organisationen, die man – wenn man so möchte – als die Guten in der Geschichte einordnen könnte (was relativ ist). Dies macht er, wenn auch eher widerwillig, bis er sich bei einem neuen Auftrag nach einem Zwischenfall plötzlich im Jahre 902 irgendwo in den schottischen Highlands wiederfindet. Hier betreiben seine Auftraggeber ein Ausbildungscamp für die in die Zukunft zu transportierenden Kinder, welches von der verfeindeten Organisation bedroht wird. Der Zeitpunkt im Buch, wo das eigentliche Abenteuer beginnt…

Gestrandet in der Zeit – mehr als gelungenes Erstlingswerk eines talentierten Autors

Gestrandet in der Zeit ist vor allem eine Abenteuergeschichte und nur am Rande ein Zeitreisroman, wofür ich dankbar bin. So ca. 20 Seiten tut sich der Autor etwas schwer, verständlich bei einem Erstlingswerk, aber dann hat er sich in seinem Buch gefunden und genauso wie der Autor wird auch die Geschichte Seite um Seite besser, was man mit jeder Zeile spürt. Es entwickelt sich ein sehr flottes und abwechslungsreiches Buch, welches sehr flüssig geschrieben ist, wendungsreich und auch sehr intelligent und durchdacht. Umso mehr Seiten man gelesen hat, umso mehr ist man eigentlich erstaunt, dass dieses Buch nicht von einem schon bekannten Autor geschrieben wurde. Das Timing der Sätze ist sehr präzise und im Unterschied zu mir, der sich so gerne in viel zu langen und verschachtelten Sätzen verliert, schreibt hier ein Autor, dessen Sätze fast immer die richtige Länge haben, sodass ein flüssiges Lesen leicht fällt. Da Gestrandet in der Zeit eine sehr eine lebhafte, dichte und spannende Abenteuergeschichte ist, gehört es natürlich zu den Büchern, in den denen man Seite für Seite weiterblättert, weil man einfach wissen muss, wie es weitergeht.

Der Autor hat auch allen theoretischen Versuchungen widerstanden das Thema Zeitreise auszunutzen, was ja viel zu oft bei so manchem Buch in einer wirren Geschichte mündet, nicht so hier. Ebenso geht er behutsam mit dem Quäntchen Liebesgeschichte um, welches natürlich auch in ein gutes Abenteuerbuch gehört. In Gestrandet in der Zeit stimmt einfach der Mix, wobei der Fokus immer auf dem Abenteuerteil der Geschichte liegt.

Mit der Atmosphäre Schottlands, mit Wikingern und Schotten als Mitakteuren, fällt es natürlich auch leichter eine atmosphärisch stimmungsvolle Geschichte zu schreiben, aber auch dies muss einem erst mal gelingen und Bernard Mondae ist es gelungen. Wer Lust hat auf eine sehr gut geschriebene und erzählte Geschichte mir viel Abenteuercharakter vor frühmittelalterliche Kulisse, der liegt mit diesem Buch mehr als richtig. Ein Buch, welches Spaß macht, intelligent und durchdacht ist, und zur Entspannung für alle, die eben gute Abenteuergeschichten lieben, absolut zu empfehlen ist.

Packend, aufregend, toll – ein echter Lesetipp

Bleibt nur zu hoffen, dass dem Erstlingswerk noch weitere Geschichten folgen, denn hier schreibt ein Autor mit viel Potenzial. Anders ausgedrückt, ich hätte die Rezension auch anders und vor allem kürzer verfassen können:

Gestrandet in der Zeit – packend, aufregend, toll geschrieben – einfach ein tolles eBook für alle, die Abenteuer lieben und mit 2,99 Euro auch sehr günstig. Viel Abenteuer und Lesespaß für wenig Geld, das sich mehr als lohnt.

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