TrekStor eBook Reader ePlayer 7: solide und ohne Ballast

TrekStor ePlayer 7Fast schon ein Klassiker ist der eBook Reader TrekStor ePlayer 7 (M), aber immer noch verfügbar und noch immer eine gute Wahl.

Aber vorneweg, da es mein erster eReader war, bin ich etwas voreingenommen und ich habe gelernt mit kleinen Macken zu leben, schätze aber auf der anderen Seite die vielen Vorteile und seine Robustheit.

Der TrekStor ePlayer 7 hat ein 7“ LCD Display mit 800 x 480 Pixel, dem man natürlich nachsagen könnte, da eben LCD das es anstrengend und ermüdend sei. Ich teile diese Meinung nicht, dies mag aber letztlich eine individuelle Sache sein, die von Anwender zu Anwender unterschiedlich ist. Wichtig ist natürlich, dass man Gebrauch von der Helligkeitseinstellung macht – ab Werk ist die Helligkeit viel zu extrem eingestellt, also runter damit, dann blendet auch nichts.

Warum mir ein LCD (manchmal) lieber ist

Da ich vorwiegend abends lese und nicht unbedingt Wert auf Vollbeleuchtung lege, kommt mir die Hintergrundbeleuchtung entgegen. Aber wahrscheinlich bräuchte man einfach 2, einen eInk für tagsüber und einen LCD für nachts. Aber wie gesagt, mir macht es keine Probleme. Zudem: habe ich einfach keine Lust für meine Lesezeit auf einen Reader, bei dem ich zusätzlich eine Leuchte anbringen muss. Auch die Akkuvorteile eines eInk können schnell aufgebraucht sein, wenn ich zusätzlich eine Leuchte brauche, und nutze ich dann gar noch WLAN…

Natürlich kann der TrekStor auch Farbe, aber persönlich brauche ich dies nicht unbedingt.

Der TrekStor 7 hat kein WLAN eingebaut, dies bedeutet zum Bücher zu laden, benötigt man einen PC, mit welchen man dann per USB Kabel Dateien übertragen kann. Die Erkennung des TrekStor eplayer 7 funktioniert dann auch problemlos, ebenso bei der Erkennung durch Adobe Digital Editions. DRM geschützte Werke zu übertragen, ist dann auch kein Problem. Die Übertragung funktioniert dann auch per Drag und Drop. Ohnehin sollte man die Verwaltung der Dateien, auch Löschen etc. doch eher am PC vornehmen, da dies deutlich komfortabler ist, als über den eingebauten Explorer, den ich nie in mein Herz geschlossen habe, aber auch nicht unbedingt brauche.

Einfache Menüführung – kein Schnickschack

Die Menüführung des TrekStor 7 erfolgt über Tasten, die m.E. recht ergonomisch angebracht sind. Blättern kann man entweder über die Tasten rechts/links am Gerät oder über das Steuerkreuz an. In anderen Worten: in fast jeder Lage kommt man dran. Die Menüführung selbst ist recht simpel, man braucht kein Diplom dafür und die wichtigsten Einstellungen sind schnell gemacht. Leider gibt es aber keine vernünftige Kategorisierung der Bücher. Aber dies stört mich auch weniger, da ich vorwiegend dicke Jules Verne Werke lese, bin ich meist über Wochen mit nur einem eBook beschäftigt.

Mitunter geht die Steuerung über das Steuerkreuz unten etwas schwer, mitunter auch nicht. Aber kein großes Problem. Das Umschalten der Seiten ist immer schnell, dies ist mir wichtig, da ich recht schnell lese. Die Autoflip Funktion war dagegen nichts für mich, da ich dies nie synchron mit meiner Lesegeschwindigkeit hinbekommen habe.

Die 2 Gbyte interne Speicher kann man über externe Speicherkarten (MicroSD), dies um bis zu 32 Gbyte.

Mit ca. 370 Gramm ist der TrekStor zwar kein Leichtgewicht, aber ich schätze es etwas Handfestes zu Halten. Zudem ist das Gerät sehr robust.

Offene Lesewelten

Neben ePub unterstützt der TrekStor 7 auch PDF und Txt. ePub klappt sehr zuverlässig, PDF oft, aber nicht immer.

Liest man aufmerksam Testberichte von Anwendern, so wird man aber schnell feststellen, dass dies bei fast jedem eBook Reader so ausgesagt wird, je nach Reader und Dokument. Warum ist das? Nun, ein weitverbreiteter Irrtum ist die häufig anzutreffende Aussage, dass PDF das Standardformat für eBook Reader sei. Nun, PDF ist vielleicht ein Standardformat für PC, aber sicher nicht für eBook Reader. PDFs liegen meist in DIN A4 vor, was der eBook Reader dann mühsam umbrechen und neu berechnen muss. Bei einem sehr dicken PDF geht dann so mancher eBook Reader in die Knie.

Viele PDFs werden aber durchaus auch sehr ordentlich angezeigt. Wichtiger ist mir ohnehin das ePub Format und da der TrekStor hier sehr zuverlässig ist, kann man sich frei im Netz umsehen und man ist an keinen Marktplatz gebunden.

Wer die dann sammelt und zum Abschluss auf den TrekStor überträgt, der vermisst auch kein WLAN.

Bilder können auch angezeigt werden (JPG, BMP, GIF, PNG), Musik kann wiedergegeben werden (MP3, OGG, WAV, WMA), Bilder sind ok, Musik durchschnittlich, aber ich persönlich habe ja auch einen eBook Reader gesucht und keinen Mp3 Player.

Auf Grund des LCD Displays muss der Akku natürlich häufiger aufgeladen werden, bei mir bei etwa 30-minütiger Nutzung am Abend ca. alle 2 Wochen. Das Aufladen dauert dann ca. 4 Stunden und erfolgt am PC, da kein Netzadapter beigelegt ist, denn man aber extra kaufen kann.

Was ich am TrekStor einfach liebe: Er ist solide, er erlaubt flüssiges Lesen, er verzichtet auf unnötigen Schnickschnack, den ich nicht brauche und er ist einfach zu bedienen und ideal – einmal richtig eingestellt – für meine Lesezeit und deswegen liebe ich ihn und nutze ihn auch weiterhin.  Mit dem TrekStor kann man gut eBooks lesen und dafür ist ein eBook Reader ja auch da.

Erhältlich ist er u.a. bei Amazon.de. Als Alternative empfiehlt sich das Nachfolgegerät TrekStor eBook Reader 3.0.

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